Grüner Tee gegen Krebs

Einfache Maßnahmen können selbst bei lebensbedrohlichen Erkrankungen offenbar erstaunlich viel bewirken. Selbst im Falle von Krebs oder krebsartigen Veränderungen im Körper trifft dies zu. Kürzlich machte eine Meldung die Runde, dass Grüner Tee heilende Wirkung bei der leukämieähnlichen Amyloidose besitzt.

So neu ist die Erkenntnis natürlich nicht. Einige Mediziner weisen schon lange auf die vielfältig positiven Effekte von Grünem Tee hin. Allerdings gehen die neuen Meldungen auf einen anerkannten Schulmediziner zurück, den emeritierten Professor Werner Hunstein von der Poliklinik Heidelberg. Professor Hunstein, selbst Spezialist für Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie, war in diesem Fall nicht nur Mediziner, sondern auch Betroffener. Vor sechs Jahren erkrankte er an Amyloidose. Bei dieser Krankheit bilden pathogene Blutzellen Eiweißketten aus, die sich in lebenswichtigen Organen ablagern, sie verdicken und verhärten. Hunstein, der sich selbst als »knallharten Schulmediziner« bezeichnete, begann zunächst mit einer Chemotherapie und spürte nun sämtliche Nebenwirkungen am eigenen Leib. Hauptwirkung gleich Null – von einem Erfolg keine Spur.

Eine neue Variante der Chemo stabilisierte die Krankheit zwar, doch die Nebenwirkungen waren enorm. Nachdem Hunstein fast ein Kilogramm des Wirkstoffs Melphalan zu sich genommen hatte, empfahlen ihm seine Fachkollegen, eine Behandlungspause einzulegen. Doch nun kam der Wandel. Angeregt durch eine Vortrag des Molekularmediziners Professor Erich E. Wanker rieten ihm zwei seiner ehemaligen Oberärzte, es mit Grünem Tee zu versuchen. Denn Professor Wanker hatte demonstriert, wie sich Amyloidablagerungen durch EpiGalloCatechinGallat (EGCG), einen der Tee-Inhaltsstoffe, im Reagenzglas auflösten. Warum sollte das nicht auch im Körper funktionieren? Der Schulmediziner, der nach herkömmlichem Wissen für austherapiert galt, trank fortan 1,5 bis zwei Liter pestizidfreien Grünen Tee – und wurde gesund! Sein Zustand besserte sich bereits nach wenigen Wochen sehr wesentlich. Organuntersuchungen zeigten ebenfalls eine deutliche Normalisierung. Noch diesen Monat soll an der Kardiologischen Abteilung der Uniklinik Heidelberg eine Studie begonnen werden. Und der mittlerweile gesundete Professor Hunstein erklärt nicht ohne einen gehörigen Schuss Selbstironie: »Der Schulmediziner par excellence trinkt Grünen Tee und wird wieder lebendig.«

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